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Mehr Unfälle, aber deutlich weniger Verkehrstote: Halbjahresbilanz für Baden-Württemberg

Mehr Unfälle, aber deutlich weniger Verkehrstote: Halbjahresbilanz für Baden-Württemberg

07.08.2026, 12:12

Im ersten Halbjahr 2026 registrierte die Polizei landesweit 154.347 Verkehrsunfälle – ein Anstieg um rund 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (150.957). Während die Unfallzahlen insgesamt zunehmen, sinkt die Zahl der Verkehrstoten deutlich.

Unfallzahlen im Überblick

• Unfälle gesamt: 154.347 (Vorjahr: 150.957)

• Unfälle mit Sachschaden: 137.968 (Vorjahr: 134.861)

• Unfälle mit Personenschaden: 16.379 (Vorjahr: 16.096)

Verunglückte: Weniger Getötete, mehr Leichtverletzte

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 17.494 Menschen leicht verletzt (Vorjahr: 17.329), während die Zahl der Schwerverletzten von 2.699 auf 2.562 zurückging. Besonders erfreulich: Die Zahl der Verkehrstoten sank von 188 auf 161 – ein Rückgang um rund 14,4 Prozent.

Motorradfahrende: Rückgang bei allen Kategorien

Bei den Motorradfahrenden entwickelten sich die Zahlen durchweg positiv:

• Leichtverletzte: 1.318 (Vorjahr: 1.421)

• Schwerverletzte: 461 (Vorjahr: 489)

• Getötete: 24 (Vorjahr: 41)

Pedelec- und Radfahrende: Gemischtes Bild

Bei Pedelecnutzenden gingen alle drei Werte zurück: Leichtverletzte (1.480 statt 1.553), Schwerverletzte (303 statt 383) und Getötete (18 statt 22).

Bei Radfahrenden insgesamt (inklusive Pedelec) zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Die Zahl der Leichtverletzten stieg leicht auf 4.886 (Vorjahr: 4.723), während die Schwerverletzten von 867 auf 808 zurückgingen. Die Zahl der getöteten Radfahrenden blieb mit 33 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zu Fuß Gehende: Weniger Verletzte, mehr Todesopfer

Bei zu Fuß gehenden Verkehrsteilnehmenden sanken sowohl die Leicht- (1.245 statt 1.278) als auch die Schwerverletzten (217 statt 255). Die Zahl der getöteten Fußgänger stieg jedoch leicht von 24 auf 27.

Elektrokleinstfahrzeuge: Deutlicher Anstieg bei Verletzten

Ein auffälliger Trend zeigt sich bei Nutzenden von Elektrokleinstfahrzeugen (u. a. E-Scooter): Die Zahl der Leichtverletzten stieg von 572 auf 868, die der Schwerverletzten von 71 auf 126. Die Zahl der Getöteten sank hingegen von vier auf einen Fall.

Alkohol und Drogen als Unfallursache

Bei Unfällen, bei denen der Verursacher unter Alkoholeinfluss stand, stieg die Zahl der Leichtverletzten von 685 auf 748, während Schwerverletzte (183 statt 187) leicht zurückgingen. Die Zahl der Getöteten stieg von acht auf neun.

Deutlich rückläufig ist die Bilanz bei Unfällen unter Cannabis-/Betäubungsmitteleinfluss: Leichtverletzte sanken von 216 auf 140, Schwerverletzte von 42 auf 27. Im Vorjahreszeitraum waren fünf Menschen bei solchen Unfällen ums Leben gekommen, im ersten Halbjahr 2026 gab es hierbei keine Todesopfer.

Hauptursache tödlicher Unfälle: Geschwindigkeit

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen im Land ist zu hohe Geschwindigkeit mit 39,7 Prozent die mit Abstand häufigste Unfallursache. Es folgen Missachtung von Vorfahrt/Vorrang (13,9 %), Ablenkung (10,6 %), mangelnde Verkehrstüchtigkeit (9,9 %), Fehler beim Überholen (7,9 %), Fehler bei Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Aussteigen (7,3 %), zu geringer Abstand (4,6 %) und sonstige Ursachen (6,0 %).

Quelle: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 07.08.2026

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Redaktion · 07.08.2026

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