Am Mittwoch waren Betrüger mit ihrem Schockanruf bei einer Seniorin erfolgreich.
Am Mittag rief ein angeblicher Krankenhausmitarbeiter bei der 85-jährigen Geschädigten an und berichtete, dass ihre Tochter wegen eines diagnostizierten Darmkrebses ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Für die angeblich notwendigen Medikamente sei eine Zahlung in Höhe von 75.000 Euro erforderlich. Außerdem gab der Unbekannte an, dass der Schwiegersohn bereits 5.000 Euro angezahlt habe.
Nachdem das Telefongespräch beendet war, meldete sich ein angeblicher Polizist bei der 85-Jährigen. Dieser teilte der Seniorin mit, dass es sich bei dem vorherigen Anrufer um einen Betrüger gehandelt habe und die Polizei diesen festnehmen wolle. Schließlich brachte der falsche Polizeibeamte die Geschädigte dazu, Bargeld und Wertgegenstände im vierstelligen Bereich an einen unbekannten Mann zu übergeben.
Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise werden unter Tel. 0741 4770 entgegengenommen.
Präventionshinweis:
Bei sogenannten Schockanrufen rät die Polizei dringend, sofort aufzulegen und über eine bekannte Telefonnummer direkt Kontakt mit Sohn, Tochter, Enkel oder Nichte aufzunehmen. Können diese nicht sofort erreicht werden, sollte man sich keinesfalls unter Druck setzen lassen und gegebenenfalls zunächst bei Bekannten oder bei der Polizei Rat holen.
Die Polizei und andere Amtsträger fragen nicht nach Wertsachen und fordern auch kein Geld!
Sollten Sie einen Anruf von einem angeblichen Polizisten oder Amtsträger erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie den Polizeinotruf 110.
Haben die Betrüger Sie dazu gebracht, Bargeld und Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, nehmen Sie die Hinweise der Bankmitarbeiter ernst, wenn diese Sie auf einen möglichen Betrug aufmerksam machen. Hinterfragen Sie die Situation – auch wenn Sie in Sorge um Ihre Liebsten sind!
Am ehesten lässt sich ein solcher Anruf vermeiden, indem Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen lassen. Betrüger suchen häufig nach Vornamen, die sie vermeintlich älteren Menschen zuordnen.
Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Infoseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema „Betrug durch falsche Polizisten“ unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/
Sollten Sie selbst nicht die Möglichkeit haben, die entsprechenden Informationen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn um Hilfe oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier.
Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugsmasche!
Quelle: Polizeipräsidium Konstanz, übermittelt durch news aktuell. Originalmeldung auf presseportal.de

