Stuttgart. Rund 6.000 Menschen haben sich am Samstag, 31. Oktober, nach ersten Schätzungen der Polizei an einer Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ in Stuttgart beteiligt. Es war eine von bundesweit rund 30 Kundgebungen der Initiative an diesem Tag.
Pyrotechnik schon zu Beginn
Gegen 14 Uhr startete der Aufzug auf der Planie. Schon zu Beginn zündeten Teilnehmer am Schlossplatz Pyrotechnik. Über die Hauptstätter Straße sollte der Zug zum Marienplatz führen. Mehrere Demonstrierende vermummten sich und versuchten immer wieder, die abgesprochene Strecke zu verlassen. Die Polizei stoppte den Aufzug deshalb mehrfach.
Gegen 15.20 Uhr verließ der gesamte Aufzug am Österreichischen Platz die vorgesehene Strecke und zog über die Paulinenbrücke in die Tübinger Straße und die Eberhardstraße. Die Polizei begleitete die Demonstrierenden über die B 14 zurück zum Marienplatz. Entlang der Strecke gab es Graffiti und kleinere Sachbeschädigungen, drei Mülleimer wurden angezündet und mussten gelöscht werden.
Flaschen und Steine nach der Kundgebung
Die Abschlusskundgebung am Marienplatz endete gegen 16.40 Uhr. Viele Teilnehmer blieben danach vor Ort. Die Polizei forderte sie per Lautsprecher auf, in kleineren Gruppen zu gehen. Dabei warfen einzelne Personen Flaschen, Steine und Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte, die Polizei setzte Pfefferspray ein. In der Tübinger Straße blockierte eine kleinere Gruppe kurzzeitig die Fahrbahn. Gegenstände flogen auf ein Einsatzfahrzeug, erneut wurde Pyrotechnik in Richtung der Beamten gezündet.
Polizei zieht gemischte Bilanz
Insgesamt registrierte die Polizei rund 50 Straftaten, vor allem Verstöße gegen das Vermummungsverbot und das Abbrennen von Pyrotechnik, dazu Angriffe auf Beamte und Sachbeschädigungen. Fünf Polizistinnen und Polizisten wurden nach vorläufigem Stand leicht verletzt, sie blieben im Dienst. Mehrere Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.
Einsatzleiter Sven Werbitzky sprach von einer differenzierten Bilanz: Größere Ausschreitungen gegen Unbeteiligte, die im Vorfeld teilweise befürchtet worden waren, seien ausgeblieben. Alle festgestellten Straftaten würden aber konsequent verfolgt, die Angriffe auf die Beamten werde die Polizei kritisch aufarbeiten. Auch wegen der Halloween-Nacht blieb die Polizei anschließend mit vielen Kräften in der Innenstadt präsent.
In Ulm, wo laut Polizei in der Spitze rund 800 Menschen demonstrierten, verliefen die Versammlungen ohne Zwischenfälle.






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